Sonntag, 25. oktober 2009
Im heutigen Bundesliga-Wettkampf gegen den SV Petersaurach (1.960 Ringe) mussten wir erste Federn lassen – der "Bund" München (1.955 Ringe) verliert denkbar knapp mit 2:3 Punkten gegen die Mannschaft aus Franken...
Die Nacht von Samstag auf Sonntag war für mich trotz der Zeitumstellung nur kurz gewesen: Aus unerklärlichen Gründen schlief ich erst so gegen 4:3o Uhr morgens
ein und war dementsprechend zum zweiten Bundesliga-Wettkampf um 11:oo Uhr alles andere als fit.
Unmittelbar vor dem ‚Duell‘ herrschte eine eisige Stimmung zwischen mir und Markus Groß (im Bild rechts)...
Bei der Anmoderation:
‚David gegen Goliath‘ oder ‚Joachim gegen Markus‘.
Foto: Tatjana Deißer
Und beim Probeschießen, das für mich aufgrund des schlechten Haltebereichs äußerst mies verlief, war klar, dass der Einstieg in den Wettkampf kein Zuckerschlecken werden würde. Und genau so
war es dann auch: Nach 95 Ringe in der Startserie hatte mein Gegner Markus Groß bereits drei Ringe Vorsprung. Zwar konnte ich mich mit 99 Ringe in der zweiten
Serie steigern, war aber gegenüber Markus, der in der zweiten Serie 98 Ringe nachlegte, noch immer im Rückstand...
Bereits beim Probeschießen zeichnete sich ab, dass ich große Mühe hatte,
meinen Rhythmus zu finden.
Foto: Sven Körper
Zwischenzeitlich hatte ich den Überblick über das, was ich noch aufholen sollte, verloren. Ich sagte mir nur immerzu: "Diesen Wettkampf gewinnst du!"...
Nach meinem 35. Schuss verließ Markus mit 390 Ringe den Schießstand. Zu diesem Zeitpunkt war ich auf Kurs 391 Ringe. Jetzt brauchte ich "nur" noch fünf Zehner... Mit dem ersten der
letzten fünf Schüsse erzielte ich eine 10,1. Mein 37. Schuss, eine weite 9,4, glich das Match aus. Unter großer Anspannung folgte eine 10,2, eine 10,8 und abschließend eine 10,7.
Damit war das Stechen auf Position 5 perfekt.
Auch wenn die Chance beim Stechen nur 50:50 steht, war ich entschlossen, diesen einen Punkt für den "Bund" zu holen – vor allem auch deswegen, weil wir den Wettkampf gegen
Petersaurach auf den Positionen 1, 2 und 4 bereits verloren hatten; jetzt ging es nur noch darum, ob mit 2:3 oder mit 1:4 Punkten.
Als Hallensprecher Bernd Pfützner das Kommando zum Stechschuss gab, nutzte ich die erst beste Gelegenheit und erzielte eine 10,3. Nur wenige Sekunden später
brach der Schuss von Markus, der auf eine Neun kam. Unser Trainer Hans Riederer gratulierte mir anschließend zu diesem für die Mannschaft wichtigen Punkt mit den Worten:
"Bist halt doch unser alter Stecher."
Alle Ergebnisse des zweiten Bundesliga-Wettkampfs der Saison 2009/2010 sind hier zu finden.